Eine häufig gestellte Frage ist, ob man einen Roland-Verstärker an ein Alesis-Modul oder einen Millennium-Verstärker an ein Schlagzeug einer anderen Marke, wie beispielsweise Donner oder Gear4Music, anschließen kann. Die kurze Antwort lautet: Ja, die Marke spielt keine Rolle. Es gibt jedoch ein paar Dinge, die man wissen sollte.
Ich habe zuvor einen Blogbeitrag über die besten Verstärker geschrieben: Elektronischer Schlagzeugverstärker, Best Buy
Funktioniert jeder Monitor mit jedem Modul?
Ein Drum-Monitor, auch Verstärker genannt, wird über eine standardmäßige 6,35-mm-Klinkenbuchse (auch ¼"-Kabel oder Instrumenten- bzw. Gitarrenkabel genannt) angeschlossen. Dieses Kabel passt in einen Universalanschluss, der an nahezu jedem Drum-Modul zu finden ist, unabhängig davon, ob es von Roland, Alesis, Millennium oder einer anderen Marke stammt.
Während Marken wie Roland und Alesis ihre Monitore zwar für ihre eigenen Produkte entwickeln, hat das eher mit Marketing zu tun. In der Praxis kann man einen Roland PM-100 einfach an einen … anschließen. Alesis Nitro Max Kit. Und ein Millennium DM-30 funktioniert einwandfrei an einem Gear4Music-Kit.
Welcher Monitor ist für welches Modul geeignet?
Meine Faustregel: Wähle einen Verstärker in der gleichen Preisklasse wie dein Schlagzeug. Es ist Verschwendung, einen Roland PM-200 für ein günstiges Set von Millenium oder Donner zu kaufen, da der Klang damit nicht besser zur Geltung kommt als mit einem günstigeren Monitor.
Umgekehrt funktioniert es nicht: Wer ein höherpreisiges Schlagzeugset besitzt (wie die meisten Roland-Sets und alle Efnote-Sets), sollte unbedingt auch einen hochwertigen Monitor verwenden. Nachfolgend eine Übersicht:
Budget-Bausätze (Donner DED-70, Fazley DDK-020, Millenium Rookie oder HD-120)
Der Millenium DM-30 ist eine hervorragende Wahl. Ich habe diesen Monitor selbst schon bei mehreren Gigs eingesetzt und war immer sehr zufrieden damit. Er hat eine Ausgangsleistung von 30 Watt, ist kompakt und preisgünstig. Fürs Üben zu Hause und kleinere Auftritte ist er mehr als ausreichend.
Mittelklasse (Alesis Nitro Max, Millenium MPS-450 oder 850, NUX DM-310)
Im mittleren Preissegment ist der Alesis Strike Amp 8 MK2 eine gute Wahl. Der Monitor ist leistungsstark und bietet genau das richtige Maß an Extra-Power. Mit 9,5 kg ist er zudem über 5 kg leichter als der Millenium MD-30. Daher ist er besonders praktisch für Schlagzeuger, die viel unterwegs sind.
Fortgeschritten (Roland TD-Serie, Yamaha DTX8K/10K, alle Efnote-Kits)
Für Schlagzeuge im höheren Preissegment sind der Roland PM-200 oder der Alesis Strike Amp 12 MK2 die beste Wahl. Der Monitor hat eine Ausgangsleistung von 180 W RMS, von der man beim Üben zu Hause aber nicht einmal die Hälfte benötigt. Diese Leistung wird erst bei Auftritten oder Proben mit einer Band wirklich relevant.
Für Heim-Schlagzeuger sind 180 Watt RMS mehr als ausreichend. Man wird nie die Hälfte davon nutzen. Diese Leistung wird eigentlich nur bei kleineren Auftritten oder Bandproben relevant.
Abschluss
Die gute Nachricht ist also: Alle Drum-Monitore funktionieren mit allen E-Drumsets. Wichtig ist jedoch, die Qualität und Leistung des Monitors sowie die Kompatibilität mit Ihrem Drumset zu berücksichtigen.




